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           Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde                  Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz

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Ballaststoffe in der Ernährung ©

Oft wird im Rahmen einer Stuhluntersuchung ein erhöhter Stuhl-pH und/oder Verminderung von Vertretern der körpereigenen Darmflora (z.B. Laktobazillen, Bifidobakterien, Enterokokken) entdeckt. Was sich hinter diesem Befund verbirgt und was Sie selbst – neben den von Ihrem Therapeuten empfohlenen Maßnahmen - auf einfache Weise dagegen tun können, dabei sollen Ihnen diese Hinweise helfen

Ballaststoffe – das Leibgericht der Darmmikroben

Die Bakterien der körpereigenen Darmflora, wie Bifidobakterien, Laktobazillen und Enterokokken schützen uns neben Darmschleimhaut und Immunabwehr vor den  vielen potenziellen Schadstoffen, die tagtäglich in unseren Darm gelangen. Dazu ist jedoch eine ausreichende Zahl dieser Keime notwendig. Und die hängt entscheidend von dem Nahrungsangebot für die Bakterien ab.

                             Hauptnahrungsquelle der Darmbakterien sind neben dem Darmschleim für den
                             Menschen unverdauliche Nahrungsbestandteile. Das sind vor allem Ballaststoffe.
                             Die Bezeichnung ist allerdings irreführend. Denn Ballaststoffe sind kein
                             überflüssiger Ballast, sondern unentbehrlich für eine gesunde Darmflora. Aus
                             Ballaststoffen bilden die Darmkeime verschiedene
Fettsäuren. Und die haben
                             wichtige Funktionen: Sie sind Nahrung für die Darmschleimhaut, regen die
                             Durchblutung der Darmwand an, fördern die Darmtätigkeit und sie sorgen für ein
                             leicht saures Milieu im Dickdarm. Diese Ansäuerung unterdrückt die Ansiedlung
                             und das Wachstum von unerwünschten Keimen. Ballaststoffe sind daher ein
                             wichtiger Schutzfaktor u.a. gegen
Verstopfung bis hin zum Darmkrebs.
 

Wolkenförmige Legende:  

Ballaststoffe sind kein unnötiger Ballast

Die meisten Menschen essen viel zu wenig Ballaststoffe. Die Folge ist z.B. Verstopfung (siehe auch www.verdauungs-beschwerden.de/verstopfung/). Häufig geht dann der Griff zum Abführmittel. Pflanzliche Substanzen mit Senna, Aloe oder Faulbaum suggerieren dabei eine „natürliche“ Abhilfe. Die Folge können bei längerem Gebrauch schwere Schäden an der Darmwand sein. Dabei ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung viel erfolgreicher.

Dazu sollten Sie folgendes beachten:

Essen Sie viel Frisches (täglich Salate, Gemüse, Obst)                       

  Vollkorn- statt Weißmehlprodukte verzehren
Beim Backen statt Weißmehl Vollkornmehl verwenden
Bei Verstopfung z.B. Leinsamen oder Flohsamenschalen verwenden
Nicht mehr als 3 mal in der Woche (mageres) Fleisch oder Fisch essen
Statt fettreicher Wurst (Salami, Streichwurst) Schinken ohne Rand, Geflügelwurst
Statt Butter Margarine mit hohem Gehalt an naturbelassenen Pflanzenölen
Fettarme Milchprodukte (< 30% Fett, z.B. Frischkäse) statt fettreichen Käse (z.B.
  Schnitt- und Hartkäse)
Garen Sie schonend und mit wenig Fett (Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie) 

Kleine Nahrungsmittelauswahl für gesunde Ernährung

Als kleine Hilfe nachfolgend eine Übersicht von empfehlenswerten (J) und nicht empfehlenswerten (L) Nahrungsmitteln:

 

J

L

Fleisch und Wurst Huhn, Pute, Wild
Max. 3 x Fleisch pro Woche
Fettarme Wurst (Schinken ohne Fettrand, Corned beef, Geflügelwurst)
Schwein, Speck, Ente, Gans

Fette Wurst (Brat-, Brüh-, Streichwurst, Salami)

Fisch Forelle, Kabeljau, Rotbarsch, Scholle, Seelachs (2-3x pro Woche) Aal, Karpfen, Ölsardinen, Schalen- und Krustentiere
Fette und Öle Butter, hochwertige Margarine und Speiseöle pflanzlicher Herkunft, sparsam verwenden! Schweineschmalz, Mayonnaise, Remoulade, Kokos- und Palmfett
Eier Max. 1-2 Eier pro Woche Fettreiche Eierspeisen
Milchprodukte Fettarme Milchprodukte (fettarme Milch, Magerquark und –joghurt)
Käse bis max. 30 % Fettgehalt

Vollmilch, Sahne, Sahnequark

Käse über 30 % Fettgehalt

 

Gemüse, Salate

Reichlich essen!

Dressings mit kalt gepressten Ölen

 

Salatdressings mit Mayonnaise
Kartoffeln Pellkartoffeln, Kartoffelpüree Pommes frites, Bratkartoffeln, Chips
Obst Reichlich essen!  
Getreideprodukte Vorzugsweise Vollkornprodukte Weißmehlprodukte (helles Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck)
Süßigkeiten Möglichst meiden! Schokolade, Pralinen, Torten etc.
Zubereitung Dünsten, dämpfen, kochen Frittieren, braten

Sie sehen, auch so ist noch eine genussreiche Ernährung möglich. Und den Genuss am Essen möchten wir Ihnen nicht nehmen.

Haben Sie noch Fragen? Hier erhalten Sie weitere Auskunft:

schmiedel@habichtswaldklinik.de, www.enterosan.deAndreas.Rueffer@Labor-LS.de

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Labor enterosan in Bad Boklet für die Überlassung dieses Beitrags! www.enterosan.de

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

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Aktualisiert: August 2010

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