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Eiweiß und Fett in der Ernährung ©

weniger ist mehr.....

Oft wird im Rahmen einer Stuhluntersuchung ein erhöhter Stuhl-pH und/oder Vermehrung von Fäulnisbakterien im Darm entdeckt. Kein Grund zur Panik. Aber diese Keime können Stoffe bilden, die Ihren Körper belasten.  Was sich hinter diesem Befund verbirgt und was Sie selbst – neben den von Ihrem Therapeuten empfohlenen Maßnahmen - auf einfache Weise dagegen tun können, dabei sollen Ihnen diese Hinweise helfen

Eiweiß und Fett? - Was Darmmikroben mögen...

Die Bakterien der körpereigenen Darmflora schützen uns neben Darmschleimhaut und Immunabwehr vor den vielen potenziellen Schadstoffen, die tagtäglich in unseren Darm gelangen. Diese Aufgabe kann aber nur eine intakte Darmflora übernehmen. Und das hängt in entscheidendem Maße von unserer Ernährung ab.

                            
Die Darmbakterien verwerten dabei – neben Zellresten der Darmschleimhaut - die
                            für den Menschen unverdaulichen Nahrungsbestandteile. Das sind v.a. die so
                            genannten
Ballaststoffe. Aus diesen Ballaststoffen bildet die Darmflora
                           
Fettsäuren: Essigsäure, Buttersäure und Propionsäure sind bakteriellen
                            Ursprungs, außerdem Milchsäure, die zwar keine
Fettsäure ist, aber aus dem
                            bakteriellem Stoffwechsel stammt.
                            All diese Säuren haben wichtige Funktionen: Sie sind Nahrung für die
                            Darmschleimhaut, regen die Durchblutung der Darmwand an, fördern die
                            Darmtätigkeit und sie sorgen für ein leicht saures Milieu im Dickdarm. Diese
                            Ansäuerung unterdrückt die Ansiedlung und das Wachstum von unerwünschten
                            Fäulniskeimen. Deren Stunde schlägt bei einem Überangebot von Eiweiß und
                            Fett im Darm. Die Folge sind vermehrte mikrobielle Gasbildung (
Blähungen!)
                            sowie die Produktion diverser Schadstoffe (Ammoniak, Histamin etc.). Einige
                            Fäulniskeime können sogar krebserregende Substanzen bilden.

Wolkenförmige Legende:  

Eiweiß und Fett: weniger ist mehr

Eiweiß und Fett sind wichtige Nahrungsbestandteile, auf die der Körper angewiesen ist. Meist essen wir jedoch mehr davon als notwendig wäre. Der „Überschuss“ führt dann zu den oben genannten Folgen.

Eiweiß- und fettreduzierte Kost heißt aber nicht zwangsläufig, dass Sie nun kaum mehr etwas essen dürfen. Sie sollten nur folgendes beachten:

Nicht mehr als 3 mal in der Woche (mageres) Fleisch oder Fisch essen                    

  Wenn schon Fleisch, dann mageres (z.B. Pute, Huhn) wählen
Statt fettreicher Wurst (Salami, Streichwurst) Schinken ohne Rand, Geflügelwurst
Zum Dünsten kalt gepresste, nicht raffinierte Pflanzenöle (z.B. Lein-, Raps-, Olivenöl)
Vollkorn- statt Weißmehlprodukte verzehren
Statt Butter Margarine mit hohem Gehalt an naturbelassenen Pflanzenölen
Fettarme Milchprodukte (< 30% Fett, z.B. Frischkäse) statt fettreichen Käse (z.B.
  Schnitt- und Hartkäse)
Essen Sie viel Frisches (täglich Salate, Gemüse, Obst)
Garen Sie schonend und mit wenig Fett (Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie) 

Kleine Nahrungsmittelauswahl für gesunde Ernährung

Als kleine Hilfe nachfolgend eine Übersicht von empfehlenswerten (J) und nicht empfehlenswerten (L) Nahrungsmitteln:

 

J

L

Fleisch und Wurst Huhn, Pute, Wild
Max. 3 x Fleisch pro Woche
Fettarme Wurst (Schinken ohne Fettrand, Corned beef, Geflügelwurst)
Schwein, Speck, Ente, Gans

Fette Wurst (Brat-, Brüh-, Streichwurst, Salami)

Fisch Forelle, Kabeljau, Rotbarsch, Scholle, Seelachs (2-3x pro Woche) Aal, Karpfen, Ölsardinen, Schalen- und Krustentiere
Fette und Öle Butter, hochwertige Margarine und Speiseöle pflanzlicher Herkunft, sparsam verwenden! Schweineschmalz, Mayonnaise, Remoulade, Kokos- und Palmfett
Eier Max. 1-2 Eier pro Woche Fettreiche Eierspeisen
Milchprodukte Fettarme Milchprodukte (fettarme Milch, Magerquark und –joghurt)
Käse bis max. 30 % Fettgehalt

Vollmilch, Sahne, Sahnequark

Käse über 30 % Fettgehalt

 

Gemüse, Salate

Reichlich essen!

Dressings mit kalt gepressten Ölen

 

Salatdressings mit Mayonnaise
Kartoffeln Pellkartoffeln, Kartoffelpüree Pommes frites, Bratkartoffeln, Chips
Obst Reichlich essen!  
Getreideprodukte Vorzugsweise Vollkornprodukte Weißmehlprodukte (helles Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck)
Süßigkeiten Möglichst meiden! Schokolade, Pralinen, Torten etc.
Zubereitung Dünsten, dämpfen, kochen Frittieren, braten

Sie sehen, auch so ist noch eine genussreiche Ernährung möglich. Und den Genuss am Essen möchten wir Ihnen nicht nehmen.

Haben Sie noch Fragen? Hier erhalten Sie weitere Auskunft:

schmiedel@habichtswaldklinik.de, www.enterosan.deAndreas.Rueffer@Labor-LS.de

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Labor enterosan in Bad Boklet für die Überlassung dieses Beitrags! www.enterosan.de

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

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Aktualisiert: August 2010

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