Schlimmer als Leitungswasser - PET-Flaschen östrogenbelastet Wie trinken Sie Ihr Mineralwasser, Säfte oder andere Getränke? Sind Sie „modern“ und greifen zur PET-Flasche oder eher „altmodisch“ und bevorzugen die Glasflasche. Ich muss gestehen, dass ich hier eher konservativ eingestellt und der PET-Flasche gegenüber sehr kritisch war. Bei uns in der Habichtswald-Klinik haben wir kohlensäurereiches Mineralwasser in einer weißen Glasflasche und kohlensäurearmes Mineralwasser in einer grünen Glasflasche. Für Patienten, denen auch dieses Wasser noch zu kohlensäurereich ist, bieten wir kohlensäurefreies Wasser, welches uns der Produzent aber nur in PET-Flaschen liefert. PET steht für Polyethylenterephtalat und wird für Flaschen zwischen 0,3 und 5 l verwendet. Es gibt Ein- und Mehrwegflaschen. Über die Rücklaufquote gibt es keine exakten Daten, ein Großteil wird jedoch in Müllverbrennungsanlagen vernichtet. Die Ökobilanz der PET-Flasche wird ungünstiger als die der Glasmehrwegflasche angesehen. Der Anteil der PET-Flaschen steigt stetig an. Viele Getränke sind in Glasflaschen nicht mehr erhältlich.
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Vorteile der PET-Flasche: Leicht und darum bequem zu transportieren,
bruchfest. PET-Flaschen - Was ist alles drin? Meine Abneigung gegen die PET-Flasche war eher aus dem Bauchgefühl heraus. In letzter Zeit habe ich jedoch immer öfter davon gehört, dass möglicherweise Bestandteile des Kunststoffes in das Wasser gelangen und evtl. nachteilige gesundheitliche Folgen zeitigen könnten. Durch meine Recherchen bin ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen:
Entgegen früherer Annahmen gelangt kein Bisphenol A in die Flüssigkeit. Getränke aus PET-Flaschen enthalten Antimon. Über gesundheitliche Auswirkungen dieses Elementes wissen wir noch nicht viel. Der Gesetzgeber hat in der Trinkwasserverordnung einen Grenzwert von 5 μg/l festgelegt. Fruchtsäfte aus PET-Flaschen enthalten aber durchschnittlich 45 μg/l, also die fast zehnfache Menge. Diese Getränke dürften nach der Trinkwasserverordnung nicht verzehrt werden! In PET-Flaschen sind sie aber erlaubt.
Pet-Flaschen – immer mehr auf dem Vormarsch Aus dem Kunststoff werden hormonell aktive Substanzen freigesetzt. Das Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Frankfurter Universität hat Leitungswasser und zwanzig verschiedene Mineralwässer aus PET-Flaschen miteinander verglichen. Dabei fanden sich in zwölf Wässern Stoffe mit hormoneller Wirkung. Wir wissen, dass bereits normales Leitungswasser eine gewisse hormonelle Aktivität entfaltet (z. B. durch Rückstände der „Pille“ sowie andere Schadstoffe mit östrogenartiger Wirkung). Das Wasser aus PETFlaschen wies demgegenüber aber nochmals im Durchschnitt doppelt so hohe hormonelle Aktivität auf. Die Aktivität lag bei durchschnittlich 18 ng Östrogen-Äquivalente pro Liter. Die zunehmende hormonelle Belastung unserer Umwelt bzw. unser Lebensmittel wird mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung gebracht (von Brustkrebs der Frau bis zu Infertilität beim Mann), die heute im Zunehmen begriffen sind. Ich finde, dass ich mir Hormone im Wasser nicht antun muss, sondern bleibe bei der guten alten Glasflasche mit einem Mineralwasser, welches aus genügend großer Tiefe stammt, um noch nicht von denzivilisatorischen Segnungen der letzten Jahrzehnte beglückt worden zu sein. Was mich immer wieder wundert: Wenn bei seit Jahrtausenden bewährten pflanzlichen Heilmitteln auch nur der geringste Verdacht auf irgendwelche Nebenwirkungen auftaucht (siehe auch meinen Artikel zu Kava-Kava), wird diesem Mittel sofort die Zulassung entzogen. Wenn aber neue Technologien eingeführt werden, die Langzeitfolgen entfalten könnten, von denen wir noch keine Vorstellungen über gesundheitliche Auswirkungen haben, werden diese ohne weitere Prüfung auf den Markt gebracht (zu nennen wären hier neben der PET-Flasche noch die Nanotechnologie oder die Energiesparbirne). Wenn Sie also einen Cocktail aus Acetaldehyd, Antimon und Hormonen trinken möchten,dann greifen Sie zur PET-Flasche. Wenn Sie das Wasser und nur das reine Wassergenießen möchten, dann halten Sie an der schweren, aber ökologisch unbedenklichenGlasflasche fest! Meinen Patienten in der Habichtswald-Klinik, die kohlensäurefreies Wasserbevorzugen, rate ich, die Kohlensäure aus der grünen Flasche herauszuschütteln oder aufden Hahn zurückzugreifen (das Leitungswasser in Bad Wilhelmshöhe hat eine sehr gute Qualität).
In diesem Sinne: Prosit (das heißt übrigens „es möge nützen!“) und mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
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Die
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